Deftiges

Alpenküche: Allgäuer Krautkrapfen

Allgäuer Krautkrapfen Herbstküche

Schon beim Wort „Alpenküche“ läuft uns beiden das Wasser im Mund zusammen. Allgäu, Südtirol, Schmarren, Krapfen, Spatzen und Co. – was heute bei uns auf dem Teller landet, ist Soulfood 2.0. – traditionell, bodenständig, echt und lecker!

Heiß geliebte Alpenküche

Spätzle, Knöpfle, Maultaschen, Kässpatzen – die meisten Spezialitäten des Allgäus werden mit Mehl, Eiern, Milch und meist auch Käse zubereitet. Daraus entstehen Teiggebilde, die in der einheimischen Küche noch genauso ernsthaft und regelmäßig gegessen werden wie früher, ebenso Kraut- und Spinatspätzle oder Krautkrapfen. 

Alpenküche bedeutet für mich Zuhause und Familie. Die leckeren Schmankerl aus dem Süden Deutschlands landeten bei uns ganz regelmäßig auf dem Tisch, denn mein Vater ist gebürtiger Allgäuer und hat viele Geheimrezepte seiner Mutter mit ins Ruhrgebiet gebracht 😀 .

Regelmäßig wurden wir mit sabschigen Kässpatzen, selbst gemachten Knöpfle, Sauerkraut und deftigen Eintöpfen verwöhnt. Und die Geschichten, die mein Vater mit diesen ehrlichen Gerichten verbindet, verleihen dem Essen noch einen ganz besonderen Charme. Er erzählt von anstrengenden Arbeitstagen auf dem heimischen Bauernhof, von Eiern, die er direkt aus dem Hühnerstall geholt hat, von frisch gemolkener Milch, selbst fermentiertem Sauerkraut, fettigen Kässpatzen, süßen Ausgezogenen und feinem Kaiserschmarren… Echte, ehrliche Küche – genau diese Gerichte stimmen uns doch alle glücklich!

Und genau diese Leckereien sollten endlich auf dem Blog landen und deswegen haben mein Vater und ich in der Küche die Löffel geschwungen, Nudelteig geknetet, Kraut mit Speck gebraten, Krapfen gerollt und die kleinen Kunstwerke mit Griebenschmalz in einem schweren Gusstopf scharf angebraten. Anschließend wurden die Kraut-Rollen in aufgegossener Gemüsebrühe gegart. Wir haben sie zum Schluss mit Schnittlauch garniert. Doch Leute, bald geht die Bärlauch-Saison wieder los – das schmeckt meeeeeega zusammen!

KRAPFEN-GLÜCK GALORE



Zutaten für vier hungrige Esser:

Für den Nudelteig:

  • 500g Weizenmehl 550er
  • 5 Eier
  • 2 EL Wasser
  • 1 EL Weißweinessig
  • 2 TL Meersalz

Für die Krapfenfüllung:

  • 1 Kg Sauerkraut
  • 200 g fetter Speck
  • 1/2 Alpfel
  • 1 Zwiebel
  • 1 EL Kümmel – gemörsert
  • 1 TL Zucker
  • 3 TL Griebenschmalz oder Schmalz
  • Salz, Pfeffer zum Würzen

Außerdem:

  • 2 EL Schmalz
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 150 ml Riesling
  • Pfeffer
  • Schnittlauch

Zubereitung:

  1. Für den Nudelteig alle Zutaten miteinander vermischen und zu einem festen Teig verkneten. Ihr dürft gerne ein bisschen Kraft anwenden, dann wird der Teig umso schöner. Anschließend für eine halbe Stunde in Frischhaltefolie eingewickelt in den Kühlschrank legen.
  2. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten: Den Schmalz in eine heiße Pfanne geben, den Speck darin auslassen und den Apfel hinzugeben. Alles fein anbraten. Jetzt das Sauerkraut hinzugeben und untermischen. Hitze etwas reduzieren. 
  3. Die Masse an den Rand der Pfanne schieben, sodass in der Mitte der Boden frei wird. Den Zucker in den Freiraum geben und karamellisieren lassen, Kümmel dazu und ebenfalls leicht anbraten lassen. Jetzt wieder den gesamten Pfanneninhalt mischen. Noch etwa 15 Minuten leicht braten lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. Beiseite stellen.
  5. Den Nudelteig aus dem Kühlschrank nehmen und mit einer Nudelmaschine zu Nudelplatten rollen. Bis auf die zweit dünnste Stufe ausrollen. Leicht mit Mehl bestreuen.
  6. Einen schweren Gusstopf auf dem Herd erhitzen (Stufe 7 von 10). Den Schmalz hineingeben.
  7. Etwa 40cm lange Bahnen ausrollen und mit dem Kraut belegen. Nicht zu dick, wir wollen ja schön viele Krapfen produzieren 😉 .
  8. Jetzt die Teigbahn der Länge nach aufrollen. Die Rolle in der Mitte einmal durchschneiden, sodass wird zwei Schnecken haben. 
  9. Ein Ende leicht zusammendrücken und in den Topf setzen. 
  10. So verfahrt ihr, bis der ganze Teig und das Kraut aufgebraucht sind.
  11. Brühe kochen und die Krapfen im Topf damit angießen.
  12. Etwa 20 Minuten bei niedriger Hitze garen – mit geschlossenem Deckel.
  13. Mit Schnittlauch garnieren und fertig!

Und jetzt ran an die Schmankerl!



Wir wünschen euch eine feine Restwoche. LET’S ROCK THE KITCHEN!

P.S. Wenn ihr unsere Gerichte nachkocht, freuen wir uns riesig über ein Bild bei Instagram mit dem #hattgekocht! Dankeeeee! Und viel Spaß beim Kochen.

Line & Tim

You Might Also Like

5 Comments

  • Reply
    Veronique | keksstaub.de
    18. März 2017 at 22:23

    Super Idee! Klingt so mega lecker, ich liebe solche deftigen Gerichte!

    • Reply
      Karoline
      19. März 2017 at 19:01

      Dankeschön. Jaaaaa, wir auch. Deftig, ehrlich und einfach lecker!

  • Reply
    Kai
    14. September 2017 at 16:11

    Wow, das sieht klasse aus und beim Blick aus dem Fenster auf das Herbstwetter hier lege ich jetzt fest: die Krautkrapfen werden am Wochenende gekocht – basta! 🙂

    Grüße!
    Kai

    • Reply
      Karoline
      16. September 2017 at 9:52

      🙂 Lieber Kai,

      das freut uns. Ja diese Krapfen sollen die Wolken wegpusten – haben wir gehört :-D.

      Ganz liebe Grüße und hab‘ ein schönes Wochenende!

  • Reply
    Oktober bei Hattgekocht: Ein Monatsrückblick
    31. Oktober 2017 at 9:13

    […] Ahhhhhh, eins noch zum Schluss: Wir sind immer noch ganz aus dem Häuschen, denn wir haben beim Austria Food Blog Award mit unseren geliebten „Allgäuer Krautkraofen“ den zweiten Platz belegt 😀 . Alpenküche rocks – wir sagen es doch immer wieder. Klickt euch schnell noch einmal zum Rezept rüber und rollt euch eure eigenen Krapfen – wir ko… […]

  • Leave a Reply