Kuchen Nachspeisen

Kouign-Amann – Bretonischer Butterkuchen

Butter und Zucker in herrlich karamelliger Vereinigung! Kougin-Amann stammt aus der Bretagne, und die Erklärung dieses etwas merkwürdigen Namen ist, dass Kouign in der lokalen Sprache Kuchen und Amann Butter bedeutet – Butterkuchen also 🙂 . Butter und Zucker werden für diesen Kuchen auf ähnliche Weise wie beim Blätterteig in den Teig eingeschlagen, aber es ist nicht ganz so mühsam und zeitraubend. Doch das Ergebnis ist mindestens genau so gut. Der Kuchen schmeckt übrigens an dem Tag, an dem er gebacken wurde, am besten. Ihr könnt ihn aber auch noch ganz wunderbar am nächsten Tag genießen – dafür einfach 1,5 Minuten in der Mikrowelle aufwärmen. Dann wird die Butter wieder weich und der Kuchen wieder richtig saftig – oh, ich liebe es!

Dieser Duft. Dieses Geräusch, wenn man mit der Kuchengabel die Zuckerschicht durchbricht. Dieser Geschmack, eine Mischung aus Butter, Zucker, Zimt und Kardamom. Dieser Kuchen ist einer dieser Kandidaten, der nicht viel braucht, um einfach perfekt zu schmecken. Ein Kuchen ganz nach meinem Geschmack, ohne viel Schnickschnack, ohne dies und das, ganz einfach, irgendwie ganz pur. Er erinnert an klassische Zimtschnecken oder diesen herrlichen Kastenkuchen. So richtig buttrig, so wunderbar zuckrig, ganz einfach aus Hefeteig.

Dieser Kuchen passt auf keinen Diät-Plan 😀 !

 

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Bretonischer Butterkuchen küsst Zimt und Kardamom

Mit diesem fabelhaften Kuchen belohnen wir uns heute direkt doppelt: er ist nämlich sensationell köstlich UND in ihm stecken nur die besten Zutaten 😉 . Leckere Süßrahmbutter, aromatischer Vanillezucker, superfrische Eier, ordentlich Zucker, Kardamom und Zimt – und das ganze wird rasch zu einem feinen Hefeteig verknetet, mit Butter und Zucker verfeinert und dann super easy in der Springform im Backofen gebacken.

Tipps für den perfekten Hefeteig:

  1. Hefe mag es gerne warm  – sowohl beim Verkneten der Zutaten als auch beim Gehen. Warm bedeutet allerdings nicht heiß – ab 45°C geht Hefe nämlich überhaupt nicht mehr gut. 
    – Wasser oder Milch für den Hefeteig daher bitte nur lauwarm erwärmen, so dass man bedenkenlos seinen Finger hineinstippen kann.
    – Den Teig an einem warmen, zugfreien Ort abgedeckt gehen lassen. Wenn ihr ihn auf der Heizung gehen lassen wollt, empfehle ich eine Unterlage, denn sonst backt der Teig unten an der Schüssel fest. Ich lasse meinen Teig im Backofen (Einstellung: Geschirr vorwärmen 30 °C) gehen 😉 – das funktioniert ganz wunderbar.
  2. Trockenhefe oder frische Hefe? Was ist jetzt besser? Eingefleischte Brot-Spezialisten schwören auf frische Hefe (bitte immer auf das Haltbarkeitsdatum achten). Ich bevorzuge auch frische Hefe, denn ich liebe Geruch und Geschmack. Trockenhefe ist einfach praktisch, weil man sie immer im Haus haben kann – sie ist einfach viel länger haltbar.
  3. Was Hefe mag? Zucker – die Hefebakterien lieben Zucker und werden richtig aktiv, wenn sie etwas zu futtern kriegen ;-).
  4. Was Hefe nicht mag: Hitze und Salz in zu großer Menge.
  5. Das richtige Kneten: Das Wichtigste: richtig lange kneten, bis der Teig schön elastisch ist. Nach dem Gehenlassen gerne noch einmal zusammendrücken und kurz durchkneten. Dann in die gewünschte Form bringen.
  6. Das zweite Gehen: Hefeteig braucht Geduld, also bitte ein zweites Mal gehen lassen. 
  7. Dann gehts ans Backen :-).

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Zutaten (22 – 24 cm Springform):

  • 12 g frische Hefe
  • 175 ml lauwarmes Wasser
  • 240 g Weizenmehl
  • 1/2 Tl Salz (am besten Fleur de Sel)
  • 100 g kalte Süßrahmbutter
  • 170 g Zucker (vermischen mit 3 Tl Zimt + 1 gemahlene Kapsel Kardamom)
  • + 30 g Zucker für den Hefeteig
  •  2 Tl Vanillezucker
  • 25 g zerlassene Butter

Zubereitung Butterkuchen:

  1. Die frische Hefe in einer Schüssel in dem lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl, das Salz und den Zucker (30 g) zufügen und alles zu einem Teig verarbeiten. Ein paar Minuten kneten und mit einem Küchentuch abgedeckt mindestens eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  2. Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu einem ca. 4 mm dicken Rechteck ausrollen. 
  3. Die kalte Butter in Würfel schneiden und auf der Mitte des Teig-Rechtecks verteilen. Rund ein Viertel des Zuckers über die Butter streuen.
  4. Den Teig in der Breite dreifach falten. Rund ein Viertel des Zuckers auf das Teigpaket streuen und dann der Länge nach dreifach zusammenfalten. Das Teigpaket auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit einem Küchentuch abdecken und im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.
  5. Etwas Zucker auf die Arbeitsfläche streuen und den Teig erneut zu einem Rechteck ausrollen. Immer wieder Zucker beim Ausrollen auf den Teig streuen. Der Breite und der Länge nach erneut dreifach zusammenfalten.
  6. Eine Springform mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 190 °C Ober-Unter-Hitze vorheizen.
  7. Dann den Teig zu einem Kreis (die Form muss nicht perfekt sein) ausrollen und in die Springform legen. Mit dem restlichen Zucker und der zerlassenen Butter übergießen.
  8. Im unteren Teil des Ofens für 40 Minuten backen. Manchmal tropft Butter vom Kuchen. Stellt am besten eine Auflaufform darunter, damit keine Butter auf den Ofenboden tropft.

Hier könnt ihr das Rezept direkt herunterladen: Bretonischer Butterkuchen!

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So, und jetzt ab in die Küche und ran an die Knethaken. Genießt diesen herrlichen Geruch und lasst es euch schmecken <3.

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3 Comments

  • Reply
    Monatsrückblick: Der August bei Hatterzaehlt - hatterzaehlt
    1. September 2016 at 9:03

    […] Butter und Zucker in herrlich karamelliger Vereinigung! Kougin-Amann stammt aus der Bretagne, und die Erklärung dieses etwas merkwürdigen Namen ist, dass Kouign in der lokalen Sprache Kuchen und Amann Butter bedeutet – Butterkuchen also 🙂 . Butter und Zucker werden für diesen Kuchen auf ähnliche Weise wie beim Blätterteig in den Teig eingeschlagen, aber es ist nicht ganz so mühsam und zeitraubend. Doch das Ergebnis ist mindestens genau so gut. Der Kuchen schmeckt übrigens an dem Tag, an dem er gebacken wurde, am besten. Ihr könnt ihn aber auch noch ganz wunderbar am nächsten Tag genießen – dafür einfach 1,5 Minuten in der Mikrowelle aufwärmen. Dann wird die Butter wieder weich und der Kuchen wieder richtig saftig – oh, ich liebe es! REZEPT! […]

  • Reply
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    11. Januar 2017 at 17:04

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  • Reply
    Grundrezept Crêpe: Bretonischer Klassiker
    21. März 2017 at 8:06

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